Die
Bergtoifl Sexten aus dem Pustertal
Die "Toifl" waren meistens mit einem schwarzen Schaffell bekleidet, trugen
geschnitzte Masken hatten als Kopfschmuck zwei Hörner und einzelne schleppten
noch einen Rückenkorb mit. Mancher "Toifl" vermummte sich einfach mit
einem alten Kleidungsstück, um nicht erkannt zu werden. Mit Kettengerassel
und wildem Geschrei machten sie auf sich aufmerksam. Ihr Treiben beschränkte
sich vielfach auf den Vorabend vom Nikolaustag, den 5. Dezember. Nur hie
und da trieb sich der eine oder andere "Toifl" schon einige Tage vorher
in St. Veit oder Moos herum. Diese wilden Gestalten hatten es auf Kinder
und junge Mädchen abgesehen, während sie Erwachsene unbehelligt ließen.
Nicht ungern erlaubten sich die "Toifl" den Spass, den einen oder anderen
kecken Zuschauer in den Schnee zu stecken oder ihm das Gesicht mit Ruß
zu schwärzen. Den Spass als "Toifl" zu gehen, machten sich vorwiegend Jugendliche,
die der Schule gerade entwachsen waren.
Das Krampustreiben war im Sextner
Brauchtum überhaupt nicht verwurzelt. In manchen Jahren trat überhaupt
kein "Toifl" auf.
Jedoch bemerkenswert ist, dass bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts
in Sexten ein Nikolausspiel aufgeführt worden ist. Eine Gruppe von Personen
zog von Haus zu Haus und erfreute die Sextner mit lustigen und teilweise
nachdenklichen Texten. Unter den Teilnehmern waren auch "Toifl". Wer diese
Rolle spielte, war verpflichtet, vorher eine Wallfahrt nach Maria Luggau
in Kärnten zu machen. Ein Hinweis zur Einstellung der Sextner zum "Toifl"
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